Auf der Tagung sollen die folgenden vier Themenkomplexe im Zentrum stehen:
- Tradition der analytisch fundierten Politischen Psychologie: Wo sind aktuell interessante Anschlussstellen? Welche Konzepte und Debatten lohnt es für eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Politischen Psychologie aufzugreifen?
- Aktuelle theoretische Ansätze: Wie kann die Aufnahme von neueren psychoanalytischen Konzepten, kritischen Theorien (z.B. Foucault, Bourdieu, Performativitätstheorien) und geschlechterperspektivischen Fragestellungen die Politische Psychologie befruchten? Wie lassen sich diese Ansätze aus einer transdisziplinären Perspektive vermitteln?
- Aktuelle thematische Ausrichtungen: Mit welchen neuen gesellschaftlichen Problemfeldern muss sich die Politische Psychologie heute auseinandersetzen? Welche empirischen Ansätze können dabei unter welchen methodischen Prämissen verfolgt werden?
- Wissenschaftsstatus der Politischen Psychologie: Was ist das Politische an der Politischen Psychologie? Wie verhalten sich Parteilichkeit, Moral und wissenschaftliche „Objektivität“ in der Politischen Psychologie zueinander? In welchem Verhältnis steht die Politische Psychologie zur Institution Universität?
Warum brauchen die Sozialwissenschaften die Psychoanalyse? 18.00 - 20.00 Uhr: Panel 1: Traditionen Gudrun Brockhaus (München):
Lernen von den Klassikern – zur Aktualität der Faschismus Analyse in "The Authoritarian Personality" Alfred Krovoza (Mainz - Hannover):
Psychoanalytisch verstandene Subjektivität als emanzipative/revolutionäre Ressource Samstag, 5. Dezember 2009 09.00 - 12.00 Uhr: Panel 2a: Integration und Ausgrenzung Samuel Salzborn (Gießen):
Zur politischen Psychologie des Antisemitismus Guido Follert (Hannover) und Mihri Özdogan (Hannover):
Thesen zu Muslimenfeindschaft Christoph H. Schwarz (Frankfurt am Main):
Adoleszenz und politische Sozialisation in palästinensischen Flüchtlingscamps 13.30 - 16.30 Uhr:
Panel 2b: Geschlecht und Sexualität Isabelle Hannemann (Hannover):
"Körper, Liebe, Doktorspiele" Aufklärungskampagnen und Verklärungspolitik Julia König (Frankfurt am Main):
Begehrensverhältnisse in der Krise? Zur Dialektik der Wahrnehmung und des Begehrens geschlechternormen-inkonformer Körperinszenierungen im Kindesalter Anke Kerschgens (Frankfurt am Main):
Zur widersprüchlichen Modernisierung des Geschlechterverhältnisses: Arbeitsteilung in Familien 17.00 - 19.00 Uhr: Panel 3: Neue theoretische Ansätze Greta Wagner (Frankfurt am Main):
Subjektivierung weiblicher Adoleszenter Michael Zander:
Im Schutze der Unbewusstheit. Zur psychologischen Fundierung des Habitusbegriffs Pierre Bourdieus 19.30 - 20.30 Uhr:
Hans-Joachim Busch (Frankfurt am Main):
Psychoanalytische Politische Psychologie heute. Zwischenbilanz und Perspektiven Sonntag, 6. Dezember 2009 10.00 - 13.00 Uhr: Panel 4: Methodologische Fragen/Wissenschaftsstatus Hans-Dieter König (Frankfurt am Main):
Zur empirischen Erforschung politpsychologischer Fragestellungen mit Hilfe der Psychoanalyse Karola Brede (Frankfurt am Main):
Zum Geltungsanspruch psychoanalytisch orientierter Sozialforschung Christine Kirchhoff (Berlin):
Wozu noch Metapsychologie 13.30 - 15.00 Uhr:
Lilli Gast (Berlin), Hans-Joachim Busch (Frankfurt am Main), Markus Brunner (Hannover) und Julia König (Frankfurt am Main). Moderation: Rolf Pohl
Podiumsdiskussion Kooperationspartner:
Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie an der Leibniz Universität
Hannover (www.agpolpsy.de) Kontakt:
Sebastian Winter (winter[at]sozpsy.uni-hannover.de) Teilnahmegebühr: 30€ regulär 10€ SchülerInnen, Studierende, Alg-II-EmpfängerInnen ... 5€ StipendiatInnen der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bitte überweisen Sie den entsprechenden Betrag bis zum 23.11.2009 auf folgendes Konto: Institut für Soziologie | Nord / LB Hannover | BLZ 25050000 | Kto 106030190 | Betreff: 14607200961 Den Flyer als download gibts