Nach einem dreijährigen, auf allen Ebenen geführten Kampf haben die organisierten ArbeiterInnen der Continental AG eine hohe Entschädigungssumme abringen können und die Hälfte der Fabrik im Jahr 2005 als Kooperative in Eigenregie übernommen. Diese bemerkenswerte Geschichte wird in dem Buch „Einen Tag länger als die Conti“ dokumentiert, das im April 2008 im Verlag Region und Geschichte erschienen ist.
Der Konflikt ist durch Kolleginnen aus Deutschland zum Beispiel durch den Betriebsrat Jürgen Scharner verfolgt und begleitet worden. Er beschreibt, wie hier vor Ort internationale Solidarität praktiziert und organisiert wurde.
Ergänzt wird der Bericht vom Sieg der mexikanischen ArbeiterInnen durch einen Blick in die Geschichte des hannoverschen Reifenkonzerns, wobei Hubert Brieden ein besonderes Augenmerk auf die Situation der bei der Conti in der NS-Zeit eingesetzten ZwangsarbeiterInnen sowie auf die Geschichtspolitik des Unternehmens legt.
Im Anschluss wollen wir die Diskussion nutzen um Vergleiche zur Aktuellen Situation bei Conti z.B. in Hannover zu ziehen und um über Alternativen zur Verstaatlichung und Beteiligungen von Belegschaften sprechen.