Vielfach wurde und wird ihr Niedergang beschworen: Gewerkschaften seien nicht mehr zeitgemäß, nicht links, nicht ökologisch genug und in modernen Arbeitswelten nicht mehr erforderlich. Mit dem Aufstieg und dem Sieg des Neoliberalismus wurde es zur herrschenden Meinung bis in linksliberale Kreise hinein, Gewerkschaften seien rückwärts orientierte „Dinosaurier“, die den Abschied von der Industriegesellschaft im 21. Jahrhundert nicht überleben würden. Was „herrschende Meinung“ und Gewerkschaftskritiker in der Regel vergessen.
Gewerkschaften sind als Zusammenschluss von Lohnabhängigen entstanden, um die Konkurrenz untereinander abzumildern und um das Sinken das Arbeitslohns unter die Reproduktionskosten zu verhindern. Diese beiden Gefahren, denen Lohnabhängige ausgesetzt sind, sind in kapitalistischen Marktwirtschaften "systemimmanent". Deshalb spielen Gewerkschaften bis heute, nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland eine tragende Rolle. Sie gestalten über Tarifverträge und über die Mitbestimmung direkt oder indirekt die Arbeits- und Lebensbedingungen von Lohnabhängigen entscheidend mit.
Allerdings stehen auch die Gewerkschaften durch die kapitalistisch getriebene ökonomisch-technologische Entwicklung, die dadurch erzeugten sozialen und ökologischen Verwerfungen vor enormen Herausforderungen. Wie zeigen sich diese Herausforderungen in den Betrieben, Unternehmungen und Verwaltungen für Betriebs- und Personalräte und Gewerkschaften? Welche Instrumente und welche Handlungsoptionen haben Gewerkschaften sowie Betriebs- und Personalräte vor diesem Hintergrund.
Diese Fragen wollen wir gemeinsam in einem Roundtable mit zwei Gewerkschaftern unter Eurer aktiven Einbeziehung diskutieren.
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs Niederelbe und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.
Eintritt frei
Kontakt
Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen
E-Mail: kontakt@rls-nds.de
Telefon: +49 511 2790934