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26. April 2026: Diskussion/Vortrag : Uran: Strategische Waffe und Rohstoff für Bomben und Strom

Podiumsdiskussion zur Neuauflage des Uranatlas

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Calvinhaus
Wilhelmstr. 42
49808 Lingen

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
26.04.2026, 19:00 - 20:30 Uhr
Themenbereiche
Krieg / Frieden, Sozialökologischer Umbau, Wirtschafts- / Sozialpolitik
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Am 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl die bis dahin größte Reaktorkatastrophe. Doch erst nach der Kernschmelze in Fukushima 2011 wurde in Deutschland der Atomausstieg final beschlossen. Die Brennelementefabrik in Lingen und die Urananreicherungsanlage in Gronau zeigen aber: Vollendet ist der Atomausstieg noch nicht. 

Wie fatal das ist, wird in Lingen deutlich: Die französische Betreiberin Framatome will dem russischen Staatskonzern Rosatom die Beteiligung an der Brennelementefabrik ermöglichen. Deutschland würde nicht nur die russische Kriegskasse füllen, das Unternehmen erhielte auch Einblick und Zugang zum europäischen Brennstoffmarkt. Rosatom ist als geopolitischer Arm Putins ohnehin bereits weltweit aktiv und versorgt auch die EU nach wie vor mit Uran und Brennelementen. Trotz dieser Abhängigkeit preist EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Atomkraft als heimische Energiequelle und will die EU zur Vorreiterin in der Produktion sogenannter Small Modular Reactors machen. 

Gleichzeitig erneuern und erweitern die Atommächte ihre Atomwaffenarsenale, und es ist sogar mit weiteren Atomstaaten zu rechnen. Eine Welt ohne Atomnutzung rückt also in noch weitere Ferne. Stattdessen gewinnt Uran an geopolitischer Bedeutung.

Was ist der Stand um das Joint Venture von Rosatom und Framatome in Lingen? Welche Rolle spielt der russische Staatskonzern für die internationale Atomindustrie? Was bedeutet der Abbau von Uran, dem Rohstoff für Atomstrom und Waffen? Und kann Atomkraft unser Klima wirklich retten? Diese und weitere Fragen wollen wir mit unseren Gästen diskutieren.

Eine Veranstaltung mit:

Matthias Eickhoff, Sprecher Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Alexander Vent, Bündnis Atomkraftgegner*innen im Emsland

Dr. Horst Hamm, Geschäftsführender Vorstand NFFF, Projektleiter Uranatlas

Mareike Hermeier, MdB DIE LINKE, Sprecherin für nukleare Sicherheit

Vladimir Slivyak, Mitgründer Ecodefense, 2021 mit Alternativem Nobelpreis ausgezeichnet

Mit einem Video-Beitrag von Attaher Amoumoun, Generalsekretär von ADD Tchitchiyat

Moderation: Franza Drechsel, Projektmanagerin für Westafrika der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Veranstaltung wird Deutsch-Englisch simultan gedolmetscht. 

Eine gemeinsame Veranstaltung vom Bündnis Atomkraftgegner*innen im Emsland, dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der Nuclear Free Future Foundation (NFFF) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Barrierefreie Parkplätze

Kontakt

Franza Drechsel

Projektmanagerin für Westafrika, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 445

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