Sicher ist: Die Lasten von Spekulation und Wachstumseuphorie sollen Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer überall auf dem Globus tragen. Die ökologischen Schäden an unserer Natur werden zunehmen. Krisenbewältigungskonzepte schwirren im wissenschaftlichen, politischen und medialen Raum. Sie sind zumeist von kopflosem Aktionismus geprägt. Vollmundige Ideologen und Handelnde eines „ungezügelten„ Kapitalismus scheinen mit ihrem Latein am Ende und geben sich doch als “Retter in der Not“. Konzepte alternativer Wirtschaftspolitik werden in Teilen der Öffentlichkeit diskutiert. Doch auch diese reduzieren sich sehr schnell zu populär erscheinenden wohlfeilen Antikrisenszenarien.
Wir wollen in dieser Zeit hektischer Krisenbewältigungs-Betriebsamkeit ein wenig innehalten und versuchen, im Nebel von Meinungen und Einschätzungen den Konturen der gegenwärtigen Krise näher zu kommen. Die Tagung soll dem Nachdenken und Begreifen der politischen, sozialen und ökonomischen Gegenwart dienen.
Deshalb fragen wir Fachleute, die keine preiswerten Lösungen anbieten wollen, sondern aus ihren Fachgebieten Beiträge zum Verstehen liefern können. Jeder Vortrag wird nicht länger als 30 Minuten dauern, so dass viel Zeit und Möglichkeit zur Debatte besteht. Das Programm zur Tagung gibt es