29. September 2017 Ausstellung/Kultur Unterdrückung, Widerstand und Kampf im Iran

Information

Veranstaltungsort

Freizeitheim Linden
Windheimstraße 4
30451 Hannover

Zeit

29.09.2017, 19:00 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

International / Transnational

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Ein Bündnis iranischer linker Aktivist*nnen plant eine 3-tägige Tagung und Ausstellung, vom 29. September -1. Oktober  2017, mit dem Titel „Unterdrückung, Widerstand und Kampf“ in Hannover. Die Tagung wird anlässlich der Massenhinrichtungen von politischen Gefangenen in den achtziger Jahren im Iran organisiert. Inhalt der Tagung ist Erinnerungsarbeit, die als Teil eines umfassenden sozial-politischen Projektes der Geschichtsschreibung „von unten“ verstanden wird. Ziel der Tagung ist es einen Raum zu schaffen, in dem Überlebende die Möglichkeit zur Bewahrung und Vermittlung ihrer Erinnerungen und aktiven Geschichtsverarbeitung  erhalten, gegen den Strich des dominanten Diskurses über die Massenhinrichtungen im Iran. Erinnerungsarbeit als Erzeugerin einer Erinnerungskultur wird gesehen als Widerstandsstrategie gegen diejenige politische Macht, die Geschichte schreiben will und die Narration jener, die Betroffene der politischen Gewalt waren und sind, unterdrücken will. In diesem Zusammenhang soll als Teil der Erinnerungsarbeit auch die untrennbare Verbindung von Geschichte und Gegenwart beleuchtet werden. Die politischen Gefangenen wurden brutal gefoltert und in große Maße Iranweit hingerichtet. Der Wendepunkt dieser Verbrechen war das Massaker von 1988. In weniger als zwei Monaten wurden im Sommer 1988, Tausende politische Gefangene erhängt. Die Dimensionen der Massenhinrichtungen waren gigantisch, um aber die Beweise zu vertuschen, wurden die Leichen nächtlich in geheimen Massengräben verscharrt. Massenhinrichtungen wurden stark verschweigen, so dass sogar die Familien der Angehörigen weder über den Ort der Gräben noch über die Ermordung selbst informiert wurden. Letztendlich wurden die Fakten über das Verbrechen aufgedeckt. Menschenrechtsorganisationen und die internationale Staatengemeinschaft schwiegen lange. 20 Jahre nach dem Massaker hat Amnesty international es verurteilt.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit Bündnis Iranischer Linker Aktivist*nnen in Europa.

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