25. Januar 2018 Diskussion/Vortrag Für die Heimat bereit? Rechtsextremismus und Nationalismus in der postjugoslawischen Popmusik

Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Ideologien

Information

Veranstaltungsort

Universität Vechta | Raum Q111
Driverstraße 24
49377 Vechta

Zeit

25.01.2018, 20:00 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Kultur / Medien

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Der kroatische Rockmusiker Thompson verhöhnt in seinen Liedern die Opfer der Vernichtungslager aus dem zweiten Weltkrieg. Auf seinen Konzerten tragen die Besucher Abzeichen der kroatischen Nazikollaborateure der Ustascha. Rechts ist daran aus Sicht seiner Fans natürlich nichts. Stadien bekommt Thompson trotzdem gefüllt.

Sein serbisches Pendant ist die Turbofolk-Sängerin Ceca. Die feiert in ihren Texten zwar keine Nazis, ließ dafür aber zu Kriegszeiten mit einer AK-47 durch das kroatische Vukovar spazieren, während ihr späterer Ehemann Zeljko Raznatovic hunderte unschuldige Zivilisten ermorden ließ. Andere erfolgreiche serbische Popkünstler forderten sehr konkret Muslime abzuschlachten und ihre Moscheen zu verbrennen.
Seit den jugoslawischen Nachfolgekriegen gehören Rechtsextremismus und Ultranationalismus zum Repertoire der Popkultur im postjugoslawischen Raum.
Inzwischen kommt es jedoch auch zu einer Umcodierung der einstmals als nationalistisch verschrienen Musik. Der aktuelle Star am serbischen Turbofolkhimmel, Jelena Karleusa, setzt sich für die Rechte von LGBTIQ ein und kritisiert die nationalistische Regierung Serbiens scharf.

Die Geschlechterrollen von muskulösen Mafiatypen und devoten Barbiepuppen wurden schlichtweg übernommen und ironisch gebrochen. Aus dem Soundtrack der Nationalisten, wurde der Soundtrack der queeren Szene.

Mit Krsto Lazarević (Journalist aus Belgrad und arbeitet als für verschiedene deutschsprachige Medien).


Anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und des Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.Januar veranstaltet der AStA der Uni Vechta auch in diesem Jahr vom 22.Januar bis 27.Januar die Aktionswoche "Gefährliche Zustände: Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Ideologien".

 

In Kooperation mit dem AStA der Universität Vechta, dem GEW Kreisverband Vechta, dem Netzwerk für Demokratie & Courage, dem Zentrum für Lehrerbildung der Universität Vechta und der Universität Vechta.

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