7. Dezember 2017 Diskussion/Vortrag Nachhaltiger Konsum

Das schlechte Gewissen einer exportweltmeisterlichen und zivilverantwortlichen Weltmacht

Information

Veranstaltungsort

IMRAUM
Klewergarten 4
30449 Hannover

Zeit

07.12.2017, 20:00 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

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Gehört es inzwischen einfach zum Katalog menschlich gebotenen Anstands, sich eine Mit- bis Verantwortung für das soziale und Umwelt-Elend zuzuschreiben, von dessen Stattfinden man aus der Zeitung erfährt? Kranken die Textilbeschäftigten in Bangladesch wirklich daran, dass sich das Gros der Deutschen dieser Verantwortung entzieht, wenn sie sich einfach weigern, ihren knappen Geldbeutel Wertschätzend zu verwenden? Ist es gerecht, die darauf gemünzte Massen-Karriere von Fair, Bio und Regional als Label diverser Discoutprodukte und die damit einhergehenden Skandale in nichts als die Aufforderung an seine Mitbürger zu übersetzen, sich zumindest stets über „falsche Finger“ zu informieren? Ist es sinnvoll, von ihnen zu verlangen, „echtes Bio/Fair/usw.“ möglich zu machen durch die seltene Tugend des Verzichts, während umgekehrt bei den maßgeblichen ökonomischen Subjekten diese Tugend ausscheidet, weil sie dort realitätsfern wäre? Und sollte man wirklich der Realität der maßgeblichen politischen und ökonomischen Subjekte mitsamt ihrer Zwecke den Vorwurf unterbreiten, das Elend gegen Mensch und Umwelt nicht zu verhindern?
Es wird durch den Vortrag zur Diskussion gestellt, ob man sich damit nicht gewaltig irrt über die so als Verfehlungen und Verantwortungslosigkeiten zu Unrecht geehrten herrschenden Zwecke.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Nds. in Kooperation mit dem AStA der Universität Hannover.

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