24. Mai 2018 Film Der Mord an Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 und die Folgen

In der Reihe 'politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland'

Information

Veranstaltungsort

Veranstaltungszentrum Leinepark, 1. Etage, Raum 17,
Suttorfer Str. 8
31535 Neustadt

Zeit

24.05.2018, 19:30 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

Geschichte, Staat / Demokratie

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Der 2. Juni 1967 ist ein folgenreiches Datum in der deutschen Nachkriegsgeschichte:
An diesem Tag erschoss ein Westberliner Polizeibeamter den aus Hannover stammenden Studenten Benno Ohnesorg während einer Demonstration gegen den Schah von Persien. Nach diesem ersten Toten der Studentenbewegung wuchs die Angst vor einem entfesselten Polizeistaat, der – wie die Westberliner Bereitschaftspolizei – durchsetzt war von ehemaligen NS-Tätern. Der Todesschütze wurde nie betraft und arbeitete – wie sich später herausstellte – nebenbei auch noch für die Stasi. Am 11. April 1968 schoss ein Neonazi den Studentenführer Rudi Dutschke nieder, am 30. Mai 1968 wurden die Notstandsgesetze von einer Großen Koalition aus CDU und SPD verabschiedet, mit denen das Grundgesetz teilweise außer Kraft gesetzt und deutsches Militär für Einsätze im Inneren ermächtigt werden konnte. Ab 1971 diskutierte eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe, wie man linke Kritiker aus dem Öffentlichen Dienst fernhalten könnte. Eine unheilvolle
Entwicklung nahm ihren Lauf … Zur Rekonstruktion des Mordes an Benno Ohnesorg, der die Bundesrepublik verändern sollte, werden bislang wenig bekannte Film- und Fotoaufnahmen verwendet.

 

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg Stiftung in Niedersachsen in Kooperation mit Arbeitskreis Regionalgeschichte, Niedersächsische Initiative gegen Berufsverbote, Cinema Filmclub Leinepark e.V. und Volkshochschule Hannover Land.

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