7. Februar 2018 Diskussion/Vortrag Von Corbyn und Sanders lernen?

Möglichkeiten und Grenzen des Linkspopulismus.

Information

Veranstaltungsort

Holbornsches Haus
Rote Str. 34
37073 Göttingen

Zeit

07.02.2018, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Geschichte, Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Staat / Demokratie

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Linker Populismus, der die unteren sozialen Klassen in eine Bewegung gegen die Eliten einzubinden versucht, hat Konjunktur. Manche meinen, Sahra Wagenknecht versuche es, Bernie Sanders und Jeremy Corbyn machen es erfolgreich vor.
Dagegen wenden sich linke KritikerInnen. Diese warnen davor, dass zuspitzende Elitenkritik und positive Bezüge auf »die einfachen Leute« den Weg nach rechts bereiten würde.

Thomas Goes argumentiert, dass ein fortschrittlicher Linkspopulismus möglich und nötig ist:
Als Teil eines popularen Sozialismus, der von unten ermächtigt, der internationalistisch und feministisch ist und für die radikale Demokratisierung dieser Gesellschaft kämpft. Ein »Sozialismus der einfachen Leute«, der unterschiedlichen Bewegungen der Befreiung eine gemeinsame Richtung zu geben sucht. Dieser Linkspopulismus müsse vor Ort Gegenmacht organisieren, um Laboratorien der Hoffnung und ein Hinterland der Solidarität zu schaffen.
Populistische Verdichtungen spielten hierbei eine zentrale Rolle, um eine breite populare Bewegung aufzubauen, die dazu in der Lage ist, die neoliberalen Eliten und die radikale Rechte zu schlagen.

Thomas E. Goes, Dr. phil., *1980, Sozialwissenschaftler am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI). Goes ist zusammen mit Violetta Bock Verfasser des viel diskutierten Buches
Ein unanständiges Angebot? Mit linkem Populismus gegen Eliten und Rechte
Erschienen 2017 im Papy Rossa Verlag.

Eine Veranstaltung des Rosa Luxemburg Club Göttingen.

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Telefon: (0511) 2790934