21. Februar 2020 Tagung/Konferenz 75 Jahre Befreiung vom Faschismus

Ein Symposium zu den Perspektiven des Erinnerns

Information

Veranstaltungsort

Veranstaltungszentrum «Rotation» in den ver.di-Höfen
Goseriede 10
30159 Hannover

Zeit

21.02.2020, 19:00 - 22.02.2020, 21:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus

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75 Jahre Befreiung vom Faschismus
Bild: Samantha Jo Klug

75 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus erinnern heute Gedenkstätten, Museen und Initiativen an die Verbrechen der Nazis, an ihre Opfer und klären auf über die Täter*innen, Ideologien und das europäische Netz der Vernichtung.

Das Symposium widmet sich den noch offenen Fragen der letzten Jahrzehnte und versucht mit Akteur*innen der Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit Fragen für die Zukunft zu erarbeiten und Vernetzung zu ermöglichen. Es soll ein Austausch darüber entstehen, wie Erinnern künftig aussehen kann und welche Chancen digitale Angebote bieten, vergessene Erinnerungsorte wieder sichtbar zu machen – aber auch, welche Herausforderungen ein unkritischer und unreflektierter Umgang mit der Vergangenheit erzeugt. Im Fokus der Tagung steht darüber hinaus der Umgang mit rechten Aktivist*innen in Gedenkstätten.

Im Nachgang der Tagung soll eine Publikation mit allen Debattenbeiträgen entstehen, um gemeinsam in die nächsten Jahre kritischer Erinnerungsarbeit zu gehen und Akteur*innen inhaltlich zu stärken.

Programm

Freitag, 21.2., 19 Uhr:
Podiumsdiskussion:
75 Jahre danach: Fragen der Verantwortung und Entschädigung
Referent*innen:

  • Jan Korte, Parlamentarischer Geschäftsführer Linksfraktion im Deutschen Bundestag
  • Martin Klingner, Arbeitskreis Distomo
  • Dr. Christine Glauning, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
  • Moderation: Anika Taschke, Referentin für Zeitgeschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Im Anschluss Empfang und Ausklang

Samstag, 22.2.:

  • 10 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
    Daniela Trochowski, Geschäftsführerin der Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • 10:30 Uhr: Inputreferat:
    Herausforderungen der Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit in Zeiten rechter Regierungen europaweit
    Martin Schirdewan, Mitglied der Delegation DIE LINKE. im Europäischen Parlament, Fraktion GUE/NGL
  • 11 Uhr: Workshops:
    Wie wollen wir in Zukunft erinnern?
    1) Digitale Erinnerungs- und Gedenkformate
    Referent: Christoph Mayer, Audioweg Gusen
    2) Erinnern mit Migrant*innen
    Referentin: Prof. Dr. Iman Attia, Professorin an der Alice-Salomon-Hochschule für Kritische Diversity Studies/ Rassismus und Migration
    3) Umgang mit Rechten in Gedenkstätten
    Referent: Dr. Matthias Heyl, pädagogischer Leiter der Gedenkstätte Ravensbrück
    4) Täterschaften in den Blick nehmen
    Referentin: Karin Heddinga, KZ Gedenkstätte Neuengamme
  • 13 Uhr: Mittagspause
  • 14 Uhr: Podiumsdiskussion:
    Umkämpfte Erinnerungen: Herausforderungen in Zeiten rechter Akteur*innen
    Referent*innen:
    - Dr. Matthias Heyl, pädagogischer Leiter der Gedenkstätte Ravensbrück
    - Matthias Müller, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin
    - Sandra Franz, NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer
    Moderation: Caro Keller, NSU Watch
  • 16 Uhr: Kaffeepause mit Netzwerkmöglichkeiten, Austausch und Diskussion und Projektvorstellungen
  • 18 Uhr: Podiumsdiskussion:
    75 Jahre danach: Erinnerungsarbeit in Deutschland. Herausforderungen, Ideen, Ziele und Perspektiven
    Referent*innen:
    - Elke Gryglewski, Haus der Wannseekonferenz
    - Ulrich Schneider, VVN/BdA
    - Moderation: Anika Taschke (Referentin für Zeitgeschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

    Im Anschluss Empfang und Ausklang

Anmeldungen bis 10.2.2020:
Per E-Mail an anika.taschke@rosalux.org oder über den Button oben auf dieser Seite.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Reisekosten können nicht erstattet werden.

Standort

Kontakt

Anika Taschke

Referentin für Zeitgeschichte und historisch-biographisches Lernen, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 3044 310 151