24. Mai 2018 Film Blaue Berge oder: Eine unwahrscheinliche Geschichte

In der Reihe „Oldenburg - globale Stadt 6“

Information

Veranstaltungsort

Kulturzentrum PFL
Peterstraße
26121 Oldenburg

Zeit

24.05.2018, 19:30 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

International / Transnational

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Blaue Berge oder: Eine unwahrscheinliche Geschichte

Blaue Berge oder: Eine unwahrscheinliche Geschichte
SU/Georgien 1984, 96 Min., DF, Regie: Eldar Schengelaia
Ein baufälliges Verlagsgebäude in Tiflis. Die Lektoren spielen Schach oder spinnen Intrigen, nur Manuskripte lesen sie nicht. In diese Idylle platzt ein junger Angestellter mit seinem ersten Manuskript. Nach langer Zeit tritt der Lektoratsrat zusammen, um über das Manuskript zu beraten. Niemand hat es gelesen, jeder schließt sich der Meinung des Vorredners an: Über das Manuskript müsse beraten werden. Die Satire über Bürokratie, Spießertum, Faulheit und Schlendrian steigert sich in immer ritualisierter erscheinenden Wiederholungen zur absurd-surrealen Parabel.

Thea Maglakelidze präsentiert Georgien;
Sie wurde in Zestaphoni in West-Georgien geboren und kam 1999 nach Bremen und ein Jahr später nach Oldenburg. Thea arbeitet als Psychologin in der Beratungsstelle OLENA für gewaltbetroffene Migrantinnen und geflüchtete Frauen. Gelegentlich arbeitet sie im Naturkostladen Brot & So in der Dragonerstraße.

 

Oldenburg bildet ein regionales Zentrum im Nordwesten mit 165.000 EinwohnerInnen und einer Universität von über 15.000 Studierenden.
Menschen mit familiären Wurzeln in über 100 Nationen leben in Oldenburg. Sie machen mit allen BewohnerInnen Stadt überhaupt erst aus.
Das oft benutze Unwort vom „Migrationshintergrund“ dient der Kennzeichnung und Abgrenzung von „Anderen“ durch eine weiße mitteleuropäische Dominanzkultur. Dabei kennen die Folgen der globalen kapitalistischen Verwertungslogik längst keine Grenzen mehr zwischen Ländern und Kontinenten. Ökonomische, klimatische oder von Gewalt und Krieg ausgelöste Migrationsbewegungen sind Realität. Sie können auch nicht durch Zäune, Abschottung und Repression verhindert werden. Sie finden einfach statt.
Wichtig wird für die Zukunft sein, ob es in Oldenburg gelingt, aus den vielfältigen Erfahrungen und Fähigkeiten einer international zusammengesetzten Stadtbevölkerung eine Antwort auf die schleichende Entsolidarisierung in der Gesellschaft zu finden.
Die Veranstaltungsreihe beabsichtigt damit auch, fremdenfeindlichen und rassistischen Tendenzen entgegen zu wirken.

Filmriss e.V. rückt mit „Oldenburg - globale Stadt“ zum sechsten Mal OldenburgerInnen mit internationalen Wurzeln in den Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe. In der Begegnung und im Gespräch mit den Gästen besteht die Möglichkeit, aus ihrer kosmopolitischen, persönlichen Sicht einen Blick auf das Leben in Oldenburg, Deutschland und die Welt zu werfen.
Viele wohnen schon eine lange Zeit in Oldenburg - was vermissen sie (auch heute noch) und was gefällt ihnen hier?
In diesem Jahr haben wir drei Gäste: Thea Maglakelidze aus Georgien, Vazgen Saki aus dem Iran und Tom Tziros aus Griechenland.
Alle Gäste haben sich einen Wunschfilm ausgesucht, der entweder im Herkunftsland entstanden ist oder eine Thematik anspricht, die im Zusammenhang interessiert. Dialogreiche Filme zeigen wir in deutsch synchronisierter Fassung (DF), ansonsten auch in der Originalversion mit deutschen Untertiteln (O.m.dt.U.) um den Sprachraum authentisch wiederzugeben.
Wir freuen uns auf anregende Begegnungen.

Eintritt: 4 €, ermäßigt 3 €

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Oldenburg - globale Stadt 6“ und findet in Kooperation mit Filmriss - Förderung von Kino und Kultur in Oldenburg e.V., der Stadt Oldenburg, GEW Oldenburg und VNB e.V. statt.

 

Standort