29. April 2018 Diskussion/Vortrag (Migrantische) Arbeit in der Fleischindustrie

Info- und Diskussionsveranstaltung

Information

Veranstaltungsort

Alhambra
Hermannstraße 83
26135 Oldenburg

Zeit

29.04.2018, 15:00 - 17:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

Zugeordnete Dateien

Das Oldenburger Münsterland ist stark durch die Fleischindustrie geprägt, hier findet sich die bundesweit höchste Dichte an Mastbetrieben und Schlachthöfen. Unterstützt durch die regionale und überregionale Politik machen hier die weltweit größten Fleischkonzerne enorme Profite. Diese werden vor allem durch die Arbeit (größtenteils migrantischer) Arbeiter*innen erwirtschaftet, die meist in Leiharbeitsverhältnissen oder über Werkverträge bei Subunternehmer*innen angestellt sind. Direkt vor den Toren Oldenburg wird hierbei das Arbeits- und Sozialrecht
systematisch unterlaufen, Stundenlöhne von unter 5 Euro und Arbeitszeiten von über 15 Stunden am Tag sind keine Seltenheit. Die Missstände sind seit langem bekannt, allerdings hat sich die Situation nicht wesentlich geändert. Gleichzeitig wehren sich viele Arbeiter*innen gegen diese
diskriminierenden Arbeitsverhältnisse. Eine Gruppe der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO) bietet seit 2015 Sozialberatung und Informationsmaterial in den Landkreisen Oldenburg und Vechta in verschiedenen Sprachen an, wodurch auch (migrantische)Selbsthilfenetzwerke unterstützt und gestärkt werden sollen. In der Veranstaltung werden Mitglieder der Gruppe über die Situation und
Kämpfe (überwiegend migrantischer) Arbeiter*innen und ihre eigene Arbeit informieren. Anschließend wollen wir gemeinsame Perspektiven der Zusammenarbeit diskutieren.

 

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg Stiftung in Niedersachsen mit Kooperation mit dem Infoladen "roter Strumpf".

Standort